Spielbericht

  • HSG Lauf/Heroldsberg vs. Herren I

    • Samstag, 14.10.2017
    • 19:00 Uhr
    • Ergebnis: 32 : 22
  • Nachbericht

    Debakel für die Herzogstädter

    Lauf/Heroldsberg siegt locker mit 32:22 im Spitzenspiel

    Nach der bitteren 22:32-Pleite der Sulzbacher Handballer bei der HSG Lauf/Heroldsberg stellen sich dann doch einige Fragen. Lag es an der unterschiedlichen Tagesform der beiden Teams, lag es an den fehlenden Stammkräften der Herzogstädter, die ohne Marco Forster, Smolik, Burkhardt, Fabian Rohrbach und Termer anreisen mussten, oder lag es einfach daran, dass die Mittelfranken eine Klasse zu gut waren für die Gäste. Wie immer ist es wohl eine Mischung aus Allem, was jedoch nicht bedeutet dass man so einfach zur Tagesordnung über gehen kann.

    Schon zu Beginn der Partie konnte man die unterschiedliche Arbeitsauffassung der beiden Mannschaften gut erkennen. Die Gastgeber gingen mit viel Herzblut in dieses Derby, wobei sich natürlich vor allem die Ex-Sulzbacher hoch motiviert zeigten. Dagegen boten die Sulzbacher meist nur Alibi-Handball, der auf dem ersten Blick zwar motiviert aussieht, bei dem aber den Fans nicht verborgen blieb, dass dem Einen oder Anderen, frei nach Olli Kahn, die Eier in der Hose fehlten. Nur ein Akteur verdiente sich das Prädikat ?besonders wertvoll?. Hätte Torhüter Max Lotter nicht eine überragende Leistung geboten, wäre die Partie wohl schon nach einigen Minuten entschieden gewesen. So blieb die Partie wenigstens die ersten 20 Minuten vergleichsweise eng (8:6) doch dann nahm das Schicksal seinen Lauf. Was die Gäste in der Abwehr auch versuchten, sie bekamen die dynamischen Angriffe der HSG, die meist über den überragenden Kreisläufer Daniel Laugner und Spielmacher Jens Scheuerer liefen, nicht in den Griff. So bauten die Gastgeber den Vorsprung bis zur Pause auf fünf Tore aus (15:10) und nur die unverbesserlichsten Optimisten glaubten hier noch an eine Wende. Vor allem die Angriffsleistung war nicht mehr akzeptabel, aber auch die Abwehr lebte nur von den Wahnsinnsaktionen ihres Torhüters.

    Die Geschichte der zweiten dreißig Minuten ist schnell erzählt. Einzig Spielmacher Jason Mignon wehrte sich im Angriff gegen das Debakel, lebte hier aber vor allem von seiner individuellen Klasse. Sebastian ?Adler? Wedel zeigte dann noch für eine kurze Phase seine Krallen, doch über den Rest des Geschehens legen wir hiermit gnädig den Mantel des Schweigens. Die Gastgeber zeigten sich längst haushoch überlegen und holten sich einen auch in dieser Höhe verdienten 32:22-Erfolg in diesem doch sehr einseitigen Spitzenspiel.

    Nun gilt es für Trainer Christian Rohrbach sein Team wieder aufzurichten. Lauf/Heroldsberg war an diesem Tag nicht zu schlagen und ist wohl auch nicht der Maßstab für die junge Sulzbacher Truppe. Schon am kommenden Samstag hat man im Heimspiel die Gelegenheit sich zu rehabilitieren. Der Klassiker gegen den SV 08 Auerbach wird zeigen ob die Mannschaft lernfähig ist, dann klappt es auch wieder mit dem Handballspielen.

    HC Sulzbach:
    Lotter, Marx (Tor);
    Mignon 7, Waitz 4, Wedel 4, Luber 3(3), Brockstedt 2, Jonas Rohrbach 1, Kristian Forster 1, Ströhl, Wiesent, Schwegler

    Bericht: cwh



    Vorbericht

    Familientreffen als Spitzenspiel

    HCS zu Gast bei der HSG Lauf/Heroldsberg

    Nach vier Spieltagen in der noch jungen Landesligasaison ist eins schon klar. Die von einigen Experten vorausgesagte langweilige Runde mit den beiden Übermannschaften aus Heidingsfeld und Regensburg, die vorne weg marschieren, wird es wohl nicht geben. So richtig spannend könnte die Saison werden, denn alle Teams mussten bereits Federn lassen, die Startruppe aus Heidingsfeld ließ sogar schon vier Punkte liegen. So tummeln sich an der Tabellenspitze sage und schreibe fünf Mannschaften, die 6:2 Zähler auf dem Konto haben. Zwei davon kreuzen nun am Samstag die Klingen. Der Tabellenführer HSG Lauf/Heroldsberg empfängt den punktgleichen Tabellendritten aus Sulzbach-Rosenberg, mehr Spitzenspiel geht in diesen Tagen sowieso nicht. Die Partie beginnt um 19.00 Uhr in der Sporthalle Heroldsberg (Schustergasse 5).

    Beide Teams werden sich in diesem Ostbayernderby natürlich nichts schenken, obwohl das Spiel fast schon etwas von einem Familientreffen hat. Die älteren Handballfans werden sich noch an Torhüter Max von Borstel erinnern, der zusammen mit Michael Waitz und Marco Forster vor über 10 Jahren den bayerischen A-Jugendmeistertitel für die damalige SG aus Sulzbach und Auerbach holte. Torsten Artz spielte einige Jahre im Landesligateam des HCS und Dani Laugner und Florian ?Mopsi? Funke standen vor kurzem noch im Bayernligateam der Herzogstädter. Lauter gestanden Handballer, doch die größte Gefahr geht wohl vom genialen Spielmacher der Mittelfranken, Jens Scheuerer aus, der mit durchschnittlich neun Treffern pro Partie ganz oben in der Torjägerliste der LL Nord platziert ist.

    Der HC Sulzbach glänzt hier eher durch Ausgeglichenheit. Auf allen Positionen torgefährlich besetzt sind die Oberpfälzer für den Gegner nur schwer auszurechnen. So waren es zuletzt meist die eigenen Fehler, die das Team in Verlegenheit brachten und nicht die geniale Taktik der gegnerischen Mannschaft. Leider fehlt am Samstag der langsam in Topform kommende Max Lotter im Tor, doch mit Moritz Marx steht ja adäquater Ersatz parat. Ansonsten kann der Coach fast seine Wunschmannschaft mit ins Frankenland nehmen, nur Benni Termer fehlt (Auslandsaufenthalt) und natürlich der Langzeitverletzte Jiri Smolik, der wohl frühestens in der Rückrunde wieder ins Geschehen eingreifen wird.

    So sieht sich der Gast aus der Herzogstadt als Außenseiter in dieser Partie, aber mit allen Freiheiten um für eine Überraschung zu sorgen.

    HC Sulzbach:
    Marx (Tor);
    Mignon, Luber, Ströhl, Rohrbach, Waitz, Marco Forster, Burkhardt, Brockstedt, Wedel, Kristian Forster

    Bericht: cwh