Spielbericht

  • TG Heidingsfeld vs. Herren I

    • Samstag, 28.10.2017
    • 19:30 Uhr
    • Ergebnis: 36 : 25
  • Nachbericht

    Bullen mit zuviel Durchschlagskraft

    Ersatzgeschwächter HCS verliert 25:36 in Heidingsfeld

    Mit 36:25 Toren verlor der HC Sulzbach sein Auswärtsspiel beim hohen Favoriten TG Heidingsfeld und trotzdem zeigte sich Trainer Christian Rohrbach nicht unzufrieden mit der Leistung seiner Schützlinge bei der Würzburger Startruppe. Ohne die Leistungsträger Smolik, Marco Forster, Ströhl und Mignon fehlte dem Coach fast eine komplette Start-Sieben. ?Teilweise mussten wir mit sechs Junioren unter 21 Jahren auf der Platte stehen, da fehlt der Mannschaft natürlich der Rückhalt der Routiniers. Trotz viel Talents fehlen den jungen Spielern noch ein, zwei Jahre, dann sieht das schon anders aus?, so der Trainer nach der Partie.

    Ohne den erforderlichen Druck aus dem Rückraum der zuletzt so starken Waitz, ?Kam nicht ins Spiel? und dem mit hoher Fehlwurfquote haderten Sebastian Wedel, minimierte sich das Spiel aus der zweiten Reihe auf Jonas Rohrbach, der allerdings eine motivierte Vorstellung zeigte. Das genügte gegen den Gastgeber aber nicht, denn der hatte mit den höherklassig erfahrenen Bötsch, Farkas und Weinhardt zu viel Durchschlagskraft in seinen Reihen. Die Abwehr kämpfte zwar verbissen und auch die Torhüter zeigten eine gute Leistung, aber das konnte nicht verhindern, dass sich die Unterfranken bis zur Pause einen komfortablen Vorsprung heraus warfen (7:3, 11:7, 17:12).

    Da war den Jungs wohl schon klar, dass hier keine Überraschung mehr gelingen konnte. Zu groß war der Respekt vor den Hätzfelder Bullen an diesem Tag. Die bauten ihren Vorsprung kontinuierlich aus, ohne an die Grenzen gehen zu müssen. Die individuelle Klasse der bereits genannten Stars reichte aus, denn die Gäste verzettelten sich jetzt immer mehr in Einzelaktionen und das war gegen die erfahrenen und körperlich überlegenen Heidingsfelder natürlich der falsche Weg. Martin Burkhardt am Kreis, Daniel Luber als Spielmacher und Rückkehrer Benni Termer durften noch ein paar Akzente setzen, doch zu mehr reichte es an diesem Abend nicht mehr. So endete die Partie, vielleicht etwas zu deutlich mit 36:25 für die Gastgeber aus der Würzburger Vorstadt.

    Trainer Rohrbach hofft nun auf eine baldige Rückkehr seiner kranken und verletzten Akteure. Vor allem die Heimspiele müssen nun schadlos gehalten werden. Nächste Gelegenheit bietet sich schon kommenden Samstag, wenn HSG Fichtelgebirge zu Gast in der Krötenseehalle ist.

    HC Sulzbach:
    Lotter, Marx (Tor);
    Jonas Rohrbach 5, Luber 5(1), Termer 4(2), Waitz 3, Burkhardt 3, Sebastian Wedel 2, Kristian Forster 2, Brockstedt 1, Fabian Rohrbach, Wiesent, Fabian Wedel

    Bericht: cwh



    Vorbericht

    Zum Bullenreiten nach Würzburg

    Heidingsfeld hoher Favorit gegen ersatzgeschwächte Herzogstädter

    Nach dem, für die Psyche so wichtigen Heimsieg gegen den Nachbarn aus Auerbach müssen die Sulzbacher Handballer diesmal zu ihrer weitesten Reise aufbrechen. Man ist zu Gast bei der TG Heidingsfeld, einem Stadtteil von Würzburg. Die Partie findet am Samstag um 19.30 Uhr im Sportzentrum (Wiesenweg 2) statt. Die Heidingsfelder sind ein gänzlich unbekannter Gegner, da sie erst im Jahr 2016 in die Landesliga aufgestiegen sind.

    Doch in der vergangenen Saison sorgten die Oberfranken gleich für Furore und belegten den 2. Tabellenplatz in der Nordstaffel. In den Aufstiegsspielen zur Bayernliga scheiterte man am TSV Ottobeuren und will dieses Missgeschick in der laufenden Spielzeit wettmachen. Schon der Name klingt martialisch. Hätzfelder Bullen nennen sich die Franken und wollen damit wohl andeuten, dass sie die Gegner auf die Hörner nehmen wollen. In heimischen Gefilden klappte dies auch schon recht gut, denn die Gäste wurden alle mit deutlichen Niederlagen auf die Heimfahrt geschickt. Aber auswärts schwächelt der hochgehandelte Aufstiegsaspirant noch etwas. Ein Remis in Cham und zwei Pleiten in Ingolstadt und Regensburg waren nicht nach dem Geschmack der Verantwortlichen der TGH.

    So musste Meistertrainer Manfred Wirth schon nach vier Partien seinen Hut nehmen und wurde durch Artur Lichtlein (Papa des Nationaltorhüters Carsten Lichtlein) ersetzt. Trotz des holprigen Starts bleiben die Bullen wohl ein Titelanwärter und hoher Favorit in der Begegnung gegen die ersatzgeschwächten Herzogstädter. Mit den Dritt- oder Bayernligaspielern Matjas Varga, Julian Bötsch und Julius Weinhardt haben sich die Unterfranken noch einmal prominent verstärkt und so wäre alles andere als der Aufstieg eine große Enttäuschung für die ehrgeizigen Heidingsfelder.

    Solche Probleme hat man in der Oberpfalz nicht. Mit 8:4-Punkten liegt man in der anvisierten Komfortzone der Liga und sogar einen Punkt vor den Bullen. Und das obwohl der HCS Woche für Woche viele Verletzte, Kranke oder beruflich Verhinderte ersetzen muss. Aktuell ist in diese Gruppe noch Rechtsaußen Marco Forster gestoßen, der nach dem Spiel gegen Auerbach mit einer Gehirnerschütterung pausieren muss. Doch Jammern gilt nicht in der Herzogstadt. Drei Heimsiege in den verbleibenden Partien gegen eher schwache Gegner sind Pflicht und sollte in den schweren Auswärtsspielen noch der eine oder andere überraschende Punkt mitgenommen werden ist man gut gerüstet für die Rückrunde.

    HC Sulzbach:
    Lotter, Marx (Tor);
    Mignon, Luber, Ströhl, Jonas Rohrbach, Fabian Rohrbach, Waitz, Burkhardt, Brockstedt, Sebastian Wedel, Kristian Forster, Wiesent,

    Bericht: cwh