Spielbericht

  • Herren I vs. HSG Fichtelgebirge

    • Samstag, 03.11.2018
    • 18:00 Uhr - Krötensee
    • Ergebnis: 32 : 35
  • Nachbericht

    Starke Leistung wird wieder nicht belohnt

    Fichtelgebirge nach unterhaltsamer Partie 35:32-Sieger

    Wenn der Tabellenvorletzte aus der Herzogstadt gegen den Tabellendritten, die HSG Fichtelgebirge „nur“ mit 32:35 Treffern verliert, könnte man eigentlich zufrieden sein, doch als die Gastgeber Mitte der zweiten Halbzeit nach zwischenzeitlichen 9-Tore-Rückstand auf 23:26 verkürzten war man nahe dran an der Sensation. Die Oberfranken brachten ihren Vorsprung aber routiniert über die Zeit und die Punkte gingen ins Fichtelgebirge.

    Zwanzig Minuten lang dauerte das Abtasten der beiden Teams (9:10), dann setzte sich der Favorit mit seiner körperlichen Überlegenheit so langsam ab (10:13, 10:16). Ausschlaggebend war aber nicht nur die Wurfkraft der fränkischen Riesen, sondern vor allem ihr Torhüter Miroslav Brosko, der die Sulzbacher Werfer phasenweise zur Verzweiflung brachte. „Wenn du gegen so einen schier übermächtigen Gegner etwas holen willst, darfst du nichts liegenlassen“, so Ex-Vorstand Christian Weiß, der wie alle Fans kaum noch Hoffnung für die zweiten 30 Minuten hatte.

    Es ging dann auch gleich so weiter. Die offensive Deckung der Gastgeber hielt zwar die Scharfschützen der Gäste etwas vom Tor fern, doch dahinter waren die Lücken zu groß und die beiden Torhüter Feldbauer und Männl sahen sich meist völlig allein gelassen gegen die durchbrechenden Gegner. Doch als sich so langsam ein Debakel anbahnte, ging ein Ruck durch die Mannschaft, die sich vor eigenem Publikum nicht so abschlachten wollten. Wieder einmal waren es vor allem die zurzeit besten Torjäger Adam Stryc und Kristian Forster, die sich jetzt zur Wehr setzten. Und noch einer erobert so langsam die Herzen der Fans. Rechtsaußen Jakob Stiegler passt schon fast in die Fußstapfen seines Kult-Vorgängers Marco Forster und avanciert zum Publikumsliebling.

    Beim 23:26 und später nochmals beim 31:34 waren die Gäste dann in Reichweite, doch ein paar liegen gelassene Chancen bestrafte der Favorit mit viel individueller Klasse und so durften die Hausherren zwar hin schmecken, doch den Kuchen holten sich die Fichtelgebirgler.

    HC Sulzbach:
    Feldbauer, Männl (Tor);
    Rohrbach 7(3), Forster 6, Stryc 5, Dujcak 5, Stiegler 4, Daniel Luber 3(2), Jiri Fort 2, Kobylan, Wiesent, Klee, Burkhardt

    Bericht: cwh



    Vorbericht

    Außenseiter in eigener Halle

    HSG Fichtelgebirge schielt nach oben

    Eine Trotzreaktion, wie zuletzt gegen Mainburg erwarten Verantwortliche und Fans von der Sulzbacher Mannschaft am Samstag, auch wenn die Herzogstädter Außenseiter im eigenen Haus sind. Die Partie gegen die HSG Fichtelgebirge beginnt um 18:00 Uhr in der Krötenseehalle.

    Die Handballspielgemeinschaft aus den Städten Wunsiedel und Marktredwitz spielt seit einigen Jahren eine gute Rolle in der Landesliga Nord und will in dieser Saison noch einen Schritt nach oben machen. Hinter der wohl ungefährdeten Startruppe aus Heidingsfeld streiten sich die Oberfranken mit einigen andern Teams um den zweiten Platz, der zur Relegation um die Bayernliga reicht. Macher des Erfolgs ist der Trainerfuchs Vladimir Haber, der mit den Torjägern Johannes Wippenbeck und Markus Tröger zwei Asse im Ärmel hat, um die ihn so manch anderer Verein beneidet. Doch auch der Rest des Teams hat gehobenes Niveau, wie die beiden klaren Siege in Cham und gegen Hochfranken zeigen.

    Beim Gastgeber werden in dieser Saison deutlich kleinere Brötchen gebacken. Die neuen Spieler konnten größtenteils noch nicht überzeugen. Einzig Martin Feldbauer, Filip Dujcak und Jakob Stiegler entpuppten sich als Verstärkungen, der Rest muss deutlich Gas geben um den Ansprüchen des Sulzbacher Trainers weiter zu genügen. Hoffnung macht das Gesetz der Serie, dass die Oberpfälzer in der Kröte meist um Klassen besser spielen als in der Fremde und so stirbt diese auch zuletzt. Zwei Punkte wären Gold wert, ihr müsst sie euch nur erkämpfen.

    HC Sulzbach:
    Feldbauer, Männl (Tor);
    Luber, Forster, Stryc, Pavel Fort, Jiri Fort, Dujcak, Plößl, Kobylan, Stiegler, Rohrbach, Ströhl, Klee

    Bericht: cwh