Spielbericht

  • HSG Fichtelgebirge vs. Herren I

    • Samstag, 17.03.2018
    • 16:30 Uhr
    • Ergebnis: 43 : 37
  • Nachbericht

    Offener Schlagabtausch geht an den Gastgeber

    HSG Fichtelgebirge gewinnt 43:37 gegen abwehrschwache Sulzbacher

    Wenn man beim Handball 37 Tore in fremden Hallen wirft, sollte es eigentlich zu einem Sieg reichen, ja wenn man nicht vergessen hätte, dass dieser Sport aus zwei Teilen besteht. Und da die Herzogstädter scheinbar ihre Abwehr inklusive Torhüter in der Oberpfalz vergessen hatten, reichte die bessere Leistung im Angriff nicht aus. Die HSG Fichtelgebirge, deren Spiel ähnlich angelegt war wie das der Sulzbacher hatten wenigstens einige lichte Momente in der so wichtigen Defensivarbeit und gewannen am Ende verdient mit 43:37-Toren.

    Interimstrainer Wolfgang Thom, der den gesperrten Christian Rohrbach gut vertrat, musste kurzfristig noch auf die Routiniers Waitz und Marco Forster verzichten und so fehlte natürlich der verlängerte Arm des Coaches im Spiel der Gäste, die sich schnell dem Tempospiel der Gastgeber anpassten und den offenen Schlagabtausch annahmen. Zugute kam den Fichtelgebirglern hier, dass auch das Angriffsspiel der Sulzbacher nicht fehlerfrei war und so durften die schnellen Gastgeber einen Tempogegenstoß nach dem anderen laufen. 8:7, 17:12 und 20:15 waren die Stationen bis zur Pause, in einer Partie in der beide Coaches verzweifelt versuchten eine Linie ins Spiel ihres Teams zu bringen, doch die hatten dazu kein offenes Ohr. Die höhere Fehlerrate und die noch schwächere Abwehrarbeit der Gäste waren dann ausschlaggebend für die klare Führung der HSG.

    In der zweiten Halbzeit ging das Spektakel dann weiter. Doch während sich die Gastgeber auf die Abschlussqualitäten ihrer Torjäger Wippenbeck, Tröger und Bralic verlassen konnten, lief bei den Sulzbachern nun auch im Angriff kaum noch etwas rund. Beim Stande von 36:26 schien sich schon ein Debakel anzubahnen, doch wenigstens Daniel Luber und Jonas Rohrbach stemmten sich noch gegen das Desaster. Bezeichnenderweise waren es wieder einmal die jungen Spieler, die bis zuletzt Einsatz zeigten, während einige erfahrene Kräfte viel zu schnell die Flinte ins Korn warfen und ihrer Leistungsfähigkeit weit hinterher liefen. Der 43:37-Endstand war dann auch das korrekte Ergebnis zweier Teams, die zumindest den Fans einiges an Aktion boten.

    HC Sulzbach:
    Lotter, Marx (Tor);
    Luber 11(5), Rohrbach 10, Burkhardt 4, Termer 3, Sebastian Wedel 3, Stryc 3, Ströhl 3, Kristian Forster, Klee, Wiesent




    Vorbericht

    Schwere Aufgabe im Fichtelgebirge

    Wiedererstarkte HSG Favorit gegen den HCS

    Schwere Zeiten sind das, die der HC Sulzbach in diesen Wochen zu überstehen hat. Zuhause in der Kröte geben sich die Aufstiegskandidaten die Klinke in die Hand und da die Auswärtsschwäche der Herzogstädter in dieser Saison eklatant ist, darf man auch an diesem Wochenende nicht zu viel von der Rohrbach-Truppe erwarten. Der Gegner am Samstag ist der Tabellennachbar HSG Fichtelgebirge, der einen Platz und zwei Punkte vor den Sulzbachern liegt. Die Partie findet um 16.30 Uhr in der Sporthalle Marktredwitz (Zweigstr. 5) statt.

    Rechnerisch liegen zwar nur zwei Zähler zwischen den Kontrahenten, doch die letzten Ergebnisse sprechen eine andere Sprache. Während der HCS gegen die Hätzfelder Bullen sang und klanglos untergegangen ist, holten sich die Oberfranken beim etwas überraschenden 24:22-Auswärtssieg in Cham viel Selbstvertrauen. Damit hat das Team von Trainer Dieter Schmidt nach einer schwachen Vorrunde wohl nichts mehr mit dem Abstieg zu tun, da Torjäger Johannes Wippenbeck und Co. in den letzten Monaten fleißig Punkte sammelten. Wie gefährlich die HSG sein kann sah man auch schon im Hinspiel in Sulzbach, wo es einer gewaltigen Steigerung in der zweiten Halbzeit bedurfte, ehe der 35:30-Erfolg feststand.

    So eine Sternstunde werden die Oberpfälzer auch am Samstag brauchen, doch die Vorzeichen dafür stehen eher schlecht. Wie gewohnt fehlen dem Coach eine ganze Reihe von Stammspielern, darüber redet man in Sulzbach längst nicht mehr. Dass im Fichtelgebirge ohne das gewohnte Harz gespielt wird ist sicher auch nicht förderlich für die Zielgenauigkeit der Sulzbacher Angreifer und so darf man die Bürde des Favoriten ohne Hintergedanken an den Gastgeber reichen. Kampflos wollen sich die Sulzbacher aber nicht geschlagen geben, immerhin kehren mit Stefan Ströhl und Benni Termer zwei wichtige Akteure ins Team zurück und verstärken den Kader von Trainer Christian Rohrbach.

    HC Sulzbach:
    Lotter, Marx (Tor);
    Luber, Jonas Rohrbach, Marco Forster, Burkhardt, Brockstedt, Sebastian Wedel, Kristian Forster, Ströhl, Termer, Klee, Stryc