Spielbericht

  • HSV Hochfranken vs. Herren I

    • Samstag, 07.04.2018
    • 18:00 Uhr
  • Nachbericht

    23:30-Debakel im Fichtelgebirge

    Enttäuschende Herzogstädter gehen in Hochfranken unter

    Können sie nicht, oder wollen sie nicht. Die Frage sei erlaubt, angesichts der desolaten Vorstellung der Sulzbacher Handballer im so wichtigen Abstiegskampf gegen den HSV Hochfranken. Der Gastgeber aus dem Fichtelgebirge nutzte auf alle Fälle seine letzte Chance und schickte die Herzogstädter mit einer 30:23-Pleite nach Hause.

    Trainer Christian Rohrbach war dann auch mehr als enttäuscht von seinem Team. Körperlos und alibimäßig waren noch die druckreifen Bewertungen des Coaches, der feststellen musste, dass seine Mannschaft den Ernst der Lage noch nicht verinnerlicht hat. In den letzten drei Spielen muss ein Ruck durch das Team gehen, sonst könnte es ein böses Erwachen geben. Vage Entschuldigungsversuche, wie das Fehlen von vier Stammkräften (Waitz, Burkhardt, Termer, Marco Forster nach ein paar Minuten verletzt) und das Harzverbot in der Halle, können hier nicht geltend gemacht werden, denn Abstiegskampf geht auch ohne Harz und gilt für jeden Spieler.

    Nur einmal lag der HCS in Führung (3:2), dann nahm das Drama seinen Lauf. Ein 9:0-Lauf der Gastgeber brachte nicht nur die 11:3-Führung, sondern praktisch schon die Entscheidung für die Hochfranken, die zeigten wie man im Tabellenkeller kämpfen muss. Besonders der Angriff war an diesem Tag praktisch nicht vorhanden und nutzte die wenigen Ballgewinne nicht aus. So gab der 14:8-Halbzeitstand nur noch wenig Hoffnung und das sollte sich auch in den zweiten dreißig Minuten bestätigen.

    Die Hochfranken mussten den Vorsprung nun nur noch verwalten und konnten ihn am Ende, als die Gäste gar keine Lust mehr hatten sogar noch auf 30:23 ausbauen. Einzig Torhüter Moritz Marx, der den enttäuschenden Max Lotter vertrat konnte dem Trainer ein Lob abringen, über den Rest der Mannschaft hüllte sich der Trainer in Schweigen.

    HC Sulzbach:
    Lotter, Marx (Tor);
    Luber 7(5), Jonas Rohrbach 4, Ströhl 3, Kristian Forster 3, Klee 2, Brockstedt 2, Stryc 1, Marco Forster 1, Sebastian Wedel

    Bericht: cwh



    Vorbericht

    Abstiegskampf im Fichtelgebirge

    Hochfranken mit letzter Chance gegen den HCS

    Nach der Osterpause beginnt in der Landesliga der Herren nun die entscheidende Phase, die über Auf- und Abstieg entscheidet. Die Herzogstädter, die sich mittendrin im Abstiegskampf befinden, müssen am Samstagnachmittag um 18.00 Uhr beim HSV Hochfranken antreten und haben den einen oder anderen Punkt durchaus im Blickfeld. Die Partie findet in der Realschule Selb (Jahnstr. 61) statt.

    Vier Spieltage vor Schluss ist ein Blick auf die aktuelle Situation am Tabellenende
    hochinteressant. Da in der 3. Liga Ost, die beiden bayerischen Vereine aus Bad Neustadt und Coburg schwer abstiegsgefährdet sind, wird es wohl zu einem erweiterten Abstieg auch in den Landesligen kommen. Dadurch ist der 9. Platz am Saisonende das Ziel aller Vereine, denn der ist ein sicherer Nichtabstiegsplatz. Aktuell streiten sich darum die beiden Teams aus Sulzbach und Auerbach mit je 17 Punkten. Aber auch die Mannschaften aus Stadeln und Hochfranken haben mit 12 Punkten zumindest noch theoretische Chancen. Vor allem wenn das Team aus dem Fichtelgebirge am Samstag gegen den HCS gewinnt, kann es noch einmal ganz spannend werden.

    Geholfen hat hier der überraschende 33:20-Heimsieg im Nachholspiel gegen den ASV Cham. Dabei hatte die Mannschaft eine Woche zuvor gegen den gleichen Gegner noch mit 19:30 verloren. Komische Ergebnisse, die keiner so richtig einschätzen kann und so auch kaum einen Aufschluss über den derzeitigen Leistungsstand des Teams von Trainer Luka Veraja gibt. Sicher ist auf alle Fälle, dass man vor allem die Kreise des viertbesten Torjägers der Liga, Philipp Mocker stören muss, denn er ist das Herzstück der Hochfranken.

    Der knappe aber verdiente 32:30-Erfolg im Hinspiel und die starke Leistung zuletzt gegen den Tabellenführer aus Regensburg sollten der Mannschaft von Coach Christian Rohrbach aber genügend Selbstvertrauen geben, um die wichtige Aufgabe am Samstag zu lösen. Der Coach hofft dabei, dass ihm endlich einmal alle Spieler zur Verfügung stehen, denn mit einem Erfolg bei den Oberfranken würden die Herzogstädter im Abstiegskampf deutlich die Nase vorn haben.

    HC Sulzbach:
    Lotter, Marx (Tor);
    Klee, Stryc, Luber, Rohrbach, Waitz, Marco Forster, Burkhardt, Brockstedt, Sebastian Wedel, Kristian Forster, Ströhl, Termer

    Bericht: cwh