Spielbericht

  • SG Regensburg vs. Herren I

    • Samstag, 11.11.2017
    • 17:30 Uhr
  • Nachbericht

    In der Bezirkshauptstadt war nichts zu holen

    SG Regensburg siegt klar mit 35:26

    Auch wenn das Ergebnis eine andere Sprache spricht, war die Auswärtspartie beim designierten Aufstiegsaspiranten SG Regensburg eine deutliche Steigerung gegenüber den letzten Auftritten in fremden Hallen. Zwar stand am Ende ein etwas zu hoher 35:26-Erfolg der Gastgeber am Tableau, doch die wackeren Herzogstädter konnten den Favoriten doch fast eine Halbzeit lang Paroli bieten.

    Kurz vor der Pause stand es 12:10 für die Regensburger, weil die Gäste konzentriert in Abwehr und Angriff agierten. Während der Gästecoach mit der laschen Spielweise seines Teams haderte, sah Christian Rohrbach seine eigene Mannschaft zufrieden am Limit der derzeitigen Leistungsfähigkeit. ?Natürlich war mir schon hier klar, dass dieses Niveau von dem jungen Team nicht über 60 Minuten gehalten werden kann?, so der Trainer, der wie immer Recht behalten sollte. Einige fahrlässig vergebene Chancen bestrafte der Gastgeber in Person des pfeilschnellen Valentin Deml gnadenlos und so war die 16:11-Halbzeitführung des Sportclubs doch noch standesgemäß.

    Nach der Pause waren es dann viele Komponenten, die verhinderten, dass die Herzogstädter noch einmal herankamen. Marco Forster konnte aufgrund seiner Verletzung nur sporadisch eingesetzt werden, Jason Mignon verabschiedete sich nach 46 Minuten mit einer berechtigten roten Karte des gut leitenden Schiedsrichtergespanns vom Geschehen und so fehlte den Sulzbacher bald der Glaube daran, hier noch Bäume auszureißen. So führte der Favorit teilweise mit 12 Treffern (31:19) und als dann sich dann noch der junge Fabian Rohrbach schwer am Knie verletzte, war es vorbei mit der Motivation der Nordoberpfälzer. Das junge Talent und sein Bruder Jonas hatten den Abstand in der Schlussphase noch einmal erträglich gestaltet, doch am klaren 35:26-Sieg der Regensburger änderte dies auch nichts mehr.

    Trainer Rohrbach nahm es gelassen und ärgerte sich nach der Partie eher über die Arroganz und Überheblichkeit der Gastgeber als über die Niederlage seines Teams, das lange Zeit gekämpft hatte, aber dann mit fliegenden Fahnen untergegangen war.

    HC Sulzbach:
    Lotter, Marx (Tor);
    Jonas Rohrbach 5, Waitz 4, Mignon 4, Sebastian Wedel 3, Luber 3(1), Fabian Rohrbach 3, Termer 2, Ströhl 1, Marco Forster 1, Burkhardt, Kristian Forster, Brockstedt

    Bericht: cwh



    Vorbericht

    Derby gegen tschechisch angehauchte Oberpfälzer

    Startruppe aus Regensburg Favorit gegen den HC Sulzbach

    Es ist schon ein paar Jahre her, da war die Partie vom kommenden Wochenende ein echter Klassiker in der Oberpfalz. Die Duelle der SG Regensburg gegen den damals noch als TV firmierten Handballverein aus der Herzogstadt waren Derbys der Extraklasse mit viel Lokalkolorit auf beiden Seiten. Wenn am Samstag um 17.30 Uhr in der Kerschensteiner-Halle (Alfons-Auer-Str. 24) das Spiel zwischen dem Tabellenzweiten aus der Bezirkshauptstadt und dem Fünften aus Sulzbach beginnt ist die Partie jedoch für alle Akteure Neuland. Zu lange war der Sportclub in den Niederungen des Bezirks gefangen, ehe umtriebige Funktionäre den Verein aus dem Niemandsland holten.

    Von Lokalkolorit ist bei den Regensburgern nicht mehr viel zu spüren, denn die tschechische Fraktion bestimmt den Rhythmus der Mannschaft des Trainergespanns Kai-Uwe Pekrul und Zbynek Vesely. Fünf Spieler aus dem Nachbarstaat worden geholt, um dem Handball neben den übergroßen Konkurrenten Fußball und Eishockey in Regensburg wieder Profil zu geben. Diese Saison scheint dieses Projekt einen weiteren Schritt nach oben zu machen. Aktuell liegen die Gastgeber gut im Plan und belegen punktgleich mit der HSG Lauf/Heroldsberg den Relegationsplatz der Landesliga. Nicht nur diese Fakten und der Heimvorteil sprechen für eine klare Favoritenstellung des SC, auch die Torjägerliste weist mit Marcel Elgeti den besten Schützen in den Reihen der Regensburger aus.

    Im Reinen mit sich sind auch die Herzogstädter. Die Heimspiele in der Krötenseehalle werden in der Regel gewonnen und so liegt der HC im avisierten vorderen Mittelfeld auf dem 5. Platz. Schwächen zeigen die Sulzbacher schon eher auswärts, wo bisher nichts zu holen war. Der talentierten Mannschaft fehlten hier oft die Routiniers, die wissen, wie man die Punkte aus fremden Hallen entführt. Am Wochenende sieht das etwas besser aus, denn bis auf den Langzeitverletzten Smolik kann Trainer Christian Rohrbach auf seinen kompletten Kader bauen. Nun liegt es daran, ob das Team auch auf fremden Parkett eine Leistung wie in der zweiten Halbzeit gegen Fichtelgebirge abrufen kann, dann wäre der Favorit aus dem Süden wohl mal so richtig gefordert.

    Für die Fans wird es aber sicher ein Derby mit vielen Emotionen zwischen zwei Teams die in dieser Saison schon mehrfach ihre Klasse bewiesen haben.

    HC Sulzbach:
    Lotter, Marx (Tor);
    Marco Forster, Mignon, Luber, Ströhl, Jonas Rohrbach, Fabian Rohrbach, Waitz, Burkhardt, Brockstedt, Sebastian Wedel, Kristian Forster

    Bericht: cwh