Spielbericht

  • TV Münchberg vs. Herren I

    • Samstag, 08.12.2018
    • 19:45 Uhr
    • Ergebnis: 36 : 33
  • Nachbericht

    Sensation verpasst

    HCS verliert in Münchberg in den Schlussminuten

    Wenn du kein Glück hast, kommt auch noch Pech dazu. Oder sollte man sagen Unvermögen, denn die Sulzbacher Handballer, die als krasser Außenseiter nach Münchberg zum Tabellendritten gefahren waren, schafften es wieder einmal nicht, am Ende das zu ernten, was man sich in 55 Minuten hart erkämpft hatte. So siegten die Gastgeber im Schlussspurt doch noch, fast etwas unverdient mit 36:33 und stellten den Spielverlauf über weite Strecken auf den Kopf.

    Wie gewohnt ohne eine Handvoll Leistungsträger, aber mit einer gehörigen Portion Motivation präsentierten sich die Herzogstädter vor allem in den ersten dreißig Minuten. Die gefährlichen Torjäger der Franken, Jan Lad und Vit Kalas hatte man mit einer offensiven Ausrichtung gut im Griff, was aber auf Kosten des restlichen Abwehrverbands ging. So bedurfte es schon einer starken Angriffsleistung, um die Gastgeber in Schach zu halten. Hier überraschte Coach Christian Rohrbach den Gegner mit einer interessanten Variante. Er stellte den starken Kreisläufer Filip Dujcak auf die Spielmacherposition und beorderte dafür Martin Burkhardt an den Kreis. Der Tscheche wirbelte auch auf dieser Position und hatte schnell den Draht zu seinem Kreis gefunden. Mit dieser treffsicheren Kleingruppe dominierten die Gäste die erste Halbzeit, die mit einer 19:17-Führung für den HCS endete.

    Eine Viertelstunde ging das dann munter so weiter. Abwehr schwach, Angriff gut, das reichte gegen den Favoriten, der nicht seinen Sahnetag erwischt hatte. Nach 45 Minuten und dem 27:24-Zwischenstand hoffte man unter den Fans schon auf die Sensation, doch dann riss der Faden im Spiel der Oberpfälzer. Man haderte mit den Schiedsrichtern, die sich selbst nach dem Spiel für ihre Leistung entschuldigten, aber man machte nun auch wieder selbst zu viele technische Fehler, anstatt die Partie ruhig nach Hause zu spielen. Als die Gastgeber dann fünf Minuten vor dem Ende den Ausgleich erzielten (31:31), fehlte so manchen Akteur auch der Mut, noch einmal dagegen zu halten. Einzig Jonas Rohrbach wehrte sich noch, alle anderen waren zu sehr mit sich selbst beschäftigt. So kam, was kommen musste. Drei Münchberger Treffer in der letzten Minute der Partie stellten die Selbige auf den Kopf und bescherten den Oberfranken einen kaum noch für möglich geglaubten Heimsieg.

    HC Sulzbach:
    Feldbauer, Männl (Tor);
    Dujcak 7, Luber 6(2), Stiegler 4, Rohrbach 4, Forster 4, Burkhardt 4, Jiri Fort 2, Plößl 1, Kobylan 1, Wiesent, Pavel Fort

    Bericht: cwh



    Vorbericht

    Sensation wird gebraucht

    HCS beim Überraschungsteam aus Münchberg

    So langsam findet sich die neu formierte Mannschaft des HC Sulzbach in der Landesliga zurecht und sammelt, wenn auch mühsam wie ein Eichhörnchen, Punkt für Punkt im Abstiegskampf. Will man aber bis zur Rückrunde den Anschluss an die rettenden Plätze nicht schon aus den Augen verlieren, bedarf es noch ein paar Zähler bis zur Weihnachtspause. Da käme eine Überraschung beim Tabellendritten TV Münchberg mehr als recht, auch wenn die Oberfranken in dieser Saison scheinbar außer Reichweite der Herzogstädter agieren. Zeit und Ort für die Sensation wäre Samstag 19.45 Uhr in der Gymnasiumhalle in Münchberg (Hofer Str. 41).

    Etwas überraschend stehen die Jungs von Trainer Frank Lichtinger so weit oben in der Tabelle und streiten sich mit der HSG Fichtelgebirge um den Platz hinter dem Klassenprimus aus Heidingsfeld. Kaum verändert gegenüber dem Vorjahr, als man als 7. im Mittelfeld die Runde abgeschlossen hat, schnuppern die Münchberger nun plötzlich Höhenluft. Das liegt vor allem an der guten Form des Tschechentrios Jakub Skvaril, Jan Lad und Vit Kalas. Besonders der routinierte Linkshänder Kalas überzeugte in den letzten Monaten und liegt mit einem 9-Tore-Schnitt pro Spiel ganz oben in der Torjägerliste der Liga. Nach einem etwas holprigen Saisonstart und der obligatorischen Niederlage gegen Heidingsfeld blieben die Franken zuletzt ungeschlagen und so soll die Partie gegen den Underdog aus der Oberpfalz auch nur ein lästiges Intermezzo auf dem Weg in die Aufstiegsrelegation sein.

    Ob die Bergstädter hier dem Favoriten einen Strich durch die Rechnung machen können, liegt auch an der Aufstellung der Mannschaft, die weiter auf den erkrankten Adam Stryc verzichten muss. Auch Benni Termer ist nach einem kurzen Intermezzo schon wieder auf Auslandsreise und wird dem Team erst wieder im neuen Jahr zur Verfügung stehen. Doch die Rohrbach-Truppe ist inzwischen gefestigt und zeigt auch als Kollektiv aufsteigende Tendenz. Mit der nötigen Motivation wollen die Außenseiter ihre Chance nutzen, auch wenn die hoch favorisierten Gastgeber natürlich ein ganz schwerer Brocken sind.

    HC Sulzbach:
    Feldbauer, Männl (Tor);
    Dani Luber, Jiri Fort, Dujcak, Wiesent, Kobylan, Stiegler, Rohrbach, Forster, Klee, Ströhl, Plößl, Pavel Fort

    Bericht: cwh